Algeciras
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Algeciras Strände

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  1. Allgemeine Informationen

Strandurlaub in Algeciras

Wer die größte Stadt der Bucht von Gibraltar mit dem Auto erreicht, wird wohl zunächst von ihrer Reizlosigkeit enttäuscht: Wohnblöcke der Fünfziger und Sechziger Jahre, ein breites Straßennetz und viel Beton prägen das Stadtbild. Doch wie viel interessanter, wenn auch nicht schöner, wirkt Algeciras vom Wasser aus! Auf einer der fast fünfzig Fährfahrten von Nordafrika nach Algeciras umschiffen riesige Tanker die Punta del Carnero und vor den Höhenzügen des Mittelgebirges Los Alcornocales sitzen helle Plattenbauten wie Bauklötze gestreut. Nicht umsonst heißt die Bucht im Spanischen Bahía de Algeciras, denn alles scheint hier Teil des gigantischen Uhrwerks am größten Warenumschlagplatz an Spaniens Küste zu sein.

Algeciras liegt keine Autostunde von Marbella entfernt, doch tauchst du hier ein in eine völlig andere Welt: nicht ein Hauch vom Glamour der Reichen und Schönen ist hier zu erahnen. Dafür kommt die Hafen- und Arbeiterstadt ungeschminkt und ehrlich daher. Alles und jeder scheint hier im Fluss, über 83 Millionen Tonnen Waren werden hier jedes Jahr zwischen Europa und Afrika bewegt.

Ein Hauch von Marokko am „Tor zu Afrika“

Die Nähe Nordafrikas ist hier unverkennbar an jeder Straßenecke zu spüren. Besonders in den Sommermonaten pendeln marokkanische Gastarbeiter aus Frankreich in die Heimat und über den Gassen hängt ein melodischer Teppich aus Spanisch und Arabisch. Im marokkanischen Viertel bestellst du importierten Minztee aus dem Maghreb zu süßen, arabischen Leckereien und beobachtest im Straßencafé das bunte Treiben zwischen Alt- und Neubauten um dich herum.

Algeciras: Die bewegte Geschichte einer Stadt mit Charakter

Neben dem Häuserstil der alten Damen Granada und Málaga wirken die Gebäude Algeciras selbst in der Altstadt vergleichsweise jung. Auf Befehl von Muhammed V. von Granada wurde einst fast vollständig zerstört und erst Anfang des 18. Jahrhunderts von Kriegsflüchtlingen aus Gibraltar wieder aufgebaut. Eindrucksvolle Erinnerung an diese Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges ist die Kapelle an der Plaza Alta, die heute die holzgeschnitzte Statue der Jungfrau Maria aufbewahrt. Die war bei der Zerstörung der Kapelle Gibraltars 1704 den Fluten des Mittelmeers übergeben worden. Ein Fischer in der Bucht vor Algeciras fischte die „Nuestra Señora de Europa” (Deutsch: unsere Dame Europas) schließlich aus dem Meer und bis heute wird sie deshalb vor allem von den katholischen Seeleuten der Region verehrt.

Nur nicht für Frischluftfanatiker – Einmal Wandern auf dem Fernwanderweg E4

Nach diesem ersten Eindruck dürften dann vor allem die Wander- und Ausflugsmöglichkeiten rund um Algeciras eine Überraschung sein. Im Westen und Norden der Stadt erstreckt sich der „Los Alcornocales Natural Park“, das weitläufigste Naturschutzgebiet Andalusiens mit einem der größten Bestände an Korkeichen weltweit. Seine verschiedenen Höhenzüge sind ideal für leichte, aber auch ausgedehnte Wanderungen durch dieses einzigartige, spanische Mittelgebirge. Bislang endet hier, im südlich anschließenden „Parque Natural Del Estrecho“ beim Ort Tarifa, der Europäische Fernwanderweg E4. In Zukunft soll der den südwestlichsten Punkt des europäischen Kontinents in Portugal mit dem südöstlichsten Punkt auf der Insel Zypern verbinden. 

Historische Strecke: Durch Andalusiens Bergwelt per Eisenbahn

Wen die Berge jenseits der Los Alcornocales allerdings  noch mehr locken, der sollte sich auf jeden Fall Zeit für eine Bahnfahrt auf der historischen Strecke von 1892 zwischen Algeciras und Ronda nehmen. Über 100 Kilometer Schienenweg entlang idyllischer, weißgetünchter Bergdörfer und durch Weizen und Zuckerrohrfelder begeistern mit Sicherheit nicht nur Eisenbahnliebhaber. 

Dein Algeciras: Entdecke Stadt und Strände zu Fuß!

Für dein erstes Kennenlernen Algeciras gibt es übrigens noch einen Tipp mit Lokalkolorit: Einer der wohl erfolgreichsten Flamenco-Gitarristen des 20.Jahrhunderts, Paco de Lucía, stammt von hier. Seit seinem Tod 2014 bietet das Tourismus-Büro eine Tour an, mit der du mit dem speziellen Stadtplan auf eigene Faust alle wichtigen Punkte seines Lebens und Wirkens in der Stadt ansteuern kannst. Ganz neben lernst du Algeciras in all seinen Facetten und in deiner ganz eigenen Geschwindigkeit kennen.

Über kurz über lang wirst Du feststellen: Algeciras ist mit Sicherheit eine der „echtesten“ Destinationen rund um das Tor zu Afrika. Nirgends sonst fällst du als Besucher so wenig auf wie hier in der pulsierenden Hafenstadt. Und das Beste: Auf deinen Strandurlaub brauchst du trotzdem nicht zu verzichten. Der Strand Cala Arenas ist der echte Geheimtipp für Naturburschen und –mädels: du erreichst die azurblaue Bucht nur nach einer gut 20-minütigen Wanderung durch den Naturschutzpark. Und selbst in der Stadt, nahe dem Hafen, kannst du dich am zwei Kilometer langen Playa el Rinconcillo wie einst die „Señora de Europa”   in die Fluten stürzten. Umgeben von Industrieanlagen und Containerschiffen ist das Gesicht des Playa el Roncillo also beinahe genauso kantig, wie Algeciras selbst. Eine Stadt, die in Erinnerung bleibt.

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